Queenstown ist DIE Abenteuerstadt schlechthin!
Adrenalinkicks, Aktivitäten, Bus- und Bootstouren oder Wanderungen soweit das Auge reicht! Wer hier nichts an Unternehmungen findet dem kann dann wirklich nicht mehr geholfen werden.
Queenstown liegt am Ufer des wunderschönen Lake Wakatipu mit seinem kristallklarem Wasser und wird umgeben von majestätischen Bergen, unter anderen von den Remarkables und kann dadurch mit einer atemberaubenden Kulisse aufwarten. Es war und ist auch immer noch ein eigentlich recht kleiner Ort, wobei sich dort in den letzten Jahren einiges getan hat, die Stadt wächst und wächst, angetrieben vom starken Tourismus.
Hauptattraktionen, die man direkt von der City aus machen kann sind Skifahren, Mountainbiking, Bungeespringen, Wandern und Jetboot-Fahren, aber auch Bustouren zum Milford oder Doubtflul Sound.
Die ehemalige Goldgräberstadt ist nun das Extremsportzentrum Neuseelands.

Nach meinen 2 Wochen wwoofen in Glenorchy hatte ich nun eine Woche frei und Zeit zu reisen und die habe ich genutzt um etwas Abenteuerluft zu schnuppern.
Glenorchy
Da ich in Glenorchy bisher nur das Projektgelände gesehen hatte beschloss ich den Tag über erstmal noch etwas das Örtchen selbst zu erkunden. Das Wetter war einmalig und ich fuhr an den See um den tollen Ausblick zu genießen. Ich bekam die bekannten Willow Trees zu sehen, die wirklich in einer Reihe nicht weit vom Ufer im See wachsen und mit den roten Steinen im Wasser ergab dies einen wunderschönen farbenprächtigen Anblick.
Nicht weit vom See gibt es noch ein kleines schnuckeliges Café „The Trading Post„, dort wird selbstgemachter Kuchen und andere kleine Leckereien verkauft, sowie Souvenirs und Reiseführer und dort habe ich als kleinen Snack den bisher besten Carrot Cake gegessen. Aber auch der General Store weiter in Richtung Ortsmitte ist einen Besuch wert, dort gibt es alles was man braucht Essen, Werkzeug, Wanderzubehör, Klamotten, Souvenirs, Reisezubehör, Bücher und vieles mehr. Der Laden ist gar nicht mal so groß aber es ist alles da. Natürlich gibts dort von jedem Produkt nicht 10 verschiedenen Ausführungen sondern nur 1-2, aber das reicht ja auch. Außerdem dient der General Store als Treff für das gesamte Dorf, ich hatte das Glück an dem „…“ Tag da sein zu können denn zusätzlich gab es dort dann noch ein paar Marktstände, Workshops und Vorführungen. Das Eis ist auch zu empfehlen, es wird serviert mit frischen Himbeeren und Schokoladenstückchen
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Die Landschaft und Umgebung von Glenorchy ist außerdem sehr beliebt in der Filmindustrie und bekannt aus „Der Herr der Ringe“, „Der Hobbit“, „Narnia“ und „Wolverine“ und als großer Herr der Ringe Fan musste ich mir doch ein wenig von dieser beeindruckenden Szenerie sehen. Also beschloss ich spontan nach meinem Lunch im General Store ein Horseriding durch die atembraubende Landschaft zu machen.
Horse Riding
Ich bin jetzt nicht wirklich der Pferdetyp und auch noch nicht oft in meinem Leben geritten, aber das erschien mir als abwechslungsreiche Variante die Umgebung zu erkunden. Das Horseriding wurde von Dart Stables angeboten und es gab Ausritte für jedes Level, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Natürlich wären Ausritte für Fortgeschrittene definitiv spannender gewesen, da Anfänger mit den Pferden verständlicherweise nur Schritt laufen, aber trotz alledem hat sich der Ausritt gelohnt und man hat einen tollen Einblick in die Kulisse bekommen. Ich hatte mich für die Ride of the Rings Tour entschieden, welche einen 2 stündigen Austritt ins Dart Valley von Glenorchy beinhaltete sowie eine 4W Drive Tour nach Paradise, am Lake Diamond vorbei bis zum Mount Aspiring National Park mit Blick auf den Drehort von Isengart, den Misty Mountains und vielen mehr. Es gab zwischendurch immer viele Möglichkeiten zum Fotografieren und die gesamte Tour wurde unterstrichen von spannenden Mythen oder insider Geschichten von den Drehorten. Das alles gabs für 165 NZD und dauerte einen halben Tag. Ich war definitiv begeistert und glücklich wie viel ich an dem Tag noch alles erlebt hatte.

Queenstown
Danach ging es dann für mich endlich Richtung Queenstown. Der Weg zwischen Glenorchy und Queenstown ist übrigens wunderschön, es gibt immer wieder Aussichtspunkte über den See und die Berge. Allerdings war es nun schon recht spät und ich hatte weder eine Unterkunft gebucht noch Abendessen gehabt, also ging es erst einmal Richtung Supermarkt und dann zum Campingplatz mit der Hoffnung dort noch einchecken zu können.
Ganz in der Nähe, nur 10 km von Queenstown entfernt, liegt ein sehr günstiger Campingplatz der Twelve Mile Delta Campingplatz mit einer wirklich tollen Aussicht auf den Lake Wakatipu. Dort hatte ich bereits eine Nacht auf meinem Hinweg nach Glenorchy verbracht und für 10 NZD bekommt man dann einen Stellplatz und Toiletten, aber ich wollte diesmal meine Zeit wirklich IN Queenstown verbringen, daher entschied ich mich für den Lakeview Holidaypark und hab es nicht bereut. Für 25 NZD/Nacht für einen Stellplatz ohne Strom gab es freies Wifi bzw. für 5NZD 100GB unbegrenztes Wifi für 24h, schöne Waschräume, eine TV-Lounge und Gemeinschaftsküche mit Möglichkeit seine technischen Geräte wieder aufladen zu können. Das Personal an der Rezeption war sehr hilfsbereit und freundlich und man konnte dort alle möglichen Aktivitäten buchen.
Ich kam dann halt erst recht spät um 20:30 dort an, hatte aber Glück dass die Rezeption noch bis 21 Uhr geöffnet war. In der Rezeption selbst hingen ziemlich viele Flyer für alle möglichen Ausflüge und auf dem Tisch sprang mir direkt einer ins Auge, es ging um eine Tour zum Doubtful Sound und da ich noch keine Pläne für den nächsten Tag hatte buchte ich ganz spontan den Tagestrip zu meinen 3 Übernachtungen noch hinzu. Glücklicherweise war auch noch ein Platz für mich frei
. Als Dankeschön dass ich über den Holidaypark gebucht hatte gabs dann für mich das unbegrenzte Wifi für 3 Tage gratis.
Ich war einfach total begeistert dass das alles noch so spontan geklappt hatte und war überglücklich und dankbar für die netten Leute, die atemberaubende Landschaft, die tolle Stadt, die super Erlebnisse und all die spannenden Dinge die noch vor mir lagen!
Doubtful Sound Tagestrip
Der nächste Morgen startete dann allerdings etwas stressig, der Tagestrip zum Doubtful Sound sollte um 7 Uhr morgens losgehen, also hieß das für mich um 5 Uhr aufstehen um noch frühstücken zu können und mit dem gebuchten Taxi zum Bustreff zu fahren. So war der Plan…hat aber nicht ganz hingehauen. Aus irgendeinem Grund hatte ich meinen Wecker nicht richtig gestellt, das bedeutet er klingelte nicht und ich bin um 6:50 aufgewacht, mein Taxi sollte mich aber eigentlich um 6:45 zum Bus bringen…Das war für mich der Schock schlechthin! Mein Herz raste wie wild und ich dachte nur „Scheiße, scheiße, scheiße…du hast das Taxi verpasst und verpasst jetzt auch den Bus und damit den kompletten Trip und hast 250NZD in den Sand gesetzt…!“ Mein Smartphone klingelte und der Taxifahrer war dran und fragte wo ich sei, ich sagte ihm ich sei etwas spät dran und würde in 5 Minuten da sein…ein Funken Hoffnung war wieder da, vielleicht war der Trip für mich doch noch nicht gestorben. Ich zog mich in zwei Minuten an, packte meinen Rucksack, den ich glücklicherweise schon am Abend zuvor gepackt hatte und sprintete über den ganzen Campingplatz zum Taxi, welches mich zum Bustreff brachte wo ich mein Ticket bekam und um genau 7 Uhr dann im Bus saß
– ohne Frühstück, mit wilden Haaren, rasendem Herzen aber unendlicher Erleichterung im Bus zu sitzen und meinen Trip nicht verpasst zu haben!
Während der 3 stündigen Bustour nach Manapouri konnte ich dann erst einmal wieder runter kommen, meine Haare einigermaßen machen und mein Frühstück nachholen. Der Tagestrip zum Doubtful Sound lief dann wie folgt ab:
- Busfahrt nach Manapouri
- Bootsfahrt über den Lake Manapouri
- mit dem Bus über den Wilmot Pass
- dann die eigentliche Bootstour im Doubtful Sound
- mit dem Bus zurück über den Wilmot Pass
- Überfahrt mit dem Boot über den Lake Manapouri
- und zurück nach Queenstown mit dem Bus
Es gibt also jede Menge zu sehen auf dieser Tour und zum Glück hatte ich ein Lunchpaket mitgebracht welches ich dann in Manapouri zugeteilt bekam, sonst wäre ich wohl wegen meiner eigenen Dummheit verhungert
.
Das Wetter spielte erst gar nicht mit, es war so nebelig und bewölkt dass man kaum etwas sehen konnte, aber als wir dann am Doubtful Sound ankamen hatten wir plötzlich blauen Himmel und Sonnenschein, perfekt also. Ich verbrachte dann die komplette Tour auf dem oberen Deck und genoss die Sonne und die Aussicht, es war wirklich atemberaubend schön. Ein absolut gelungener Tag!


Bungee Jumping
Am nächsten Tag war dann mein erster Adrenalinkick in Queenstown geplant: Bungee Jumping mit AJ Hackett an der Kawarau Bridge, das originale Bungee Jumping sollte es also für mich werden.
Ich war ja schon etwas nervös, man springt ja auch nicht jeden Tag mal eben so in den Abgrund. Aber das war etwas wo ich mich schon die ganze Zeit drauf gefreut hatte und endlich war ich da und kurz davor einen weiteren Punkt von meiner Bucket List abhaken zu können. Und um ehrlich zu sein, als ich dann da oben auf der Brücke stand und gewartet hab dass ich endlich dran komme war ich auch gar nicht mehr nervös, ich war einfach nur voller Vorfreude, ich sah die Leute vor mir springen und wollte es einfach nur noch selber machen. Das tat ich dann auch und es war:
- Wow!
- Einfach nur genial!
- Super mega geil!
Dieses Gefühl des freien Falls war der Hammer, der kurze Moment wo man da noch steht und drauf und dran ist zu springen und dann einfach springt, dann fällt und dann auf und ab hüpft am Seil – ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Ich kann es absolut jedem empfehlen das mal zu machen. Am liebsten wäre ich direkt nochmal gesprungen, aber das hat mein Geldbeutel leider nicht zugelassen.
Ich war danach noch richtig im Adrenalinrausch und hab gegrinst wie ein Honigkuchenpferd. Das hielt den ganzen Tag an, ich war einfach richtig glücklich! Wieder mal!
Die Bilder sind übrigens auch richtig toll geworden, da bin ich ja schon ein bisschen stolz drauf
.

Den Rest des Tages habe ich dann noch in der Innenstadt von Queenstown verbracht. Ich habe mir einen berühmten Fergburger gegönnt, welcher wirklich sehr lecker war, und der bisher bester Burger den ich in Neuseeland gegessen habe, von anderen Burgern war ich vorher immer enttäuscht gewesen und im Anschluss gabs dann auch noch ein leckeres Eis.
Mit der Skyline Gondola bin ich dann auch noch gefahren und von oben hatte ich einen tollen Blick über Queenstown und den Lake Wakatipu.
Das war es dann auch schon für mich in Queenstown, es gibt noch so viel mehr zu erleben dort, aber ich komme ja im Dezember nochmal wieder. Fürs erste muss das reichen.
Wanaka
Weiter gings für mich nach Wanaka. Ein kleiner süßer Ort, welcher nur eine Stunde von Queenstown entfernt ist. Eingecheckt habe ich dort im Wanaka Kiwi Holiday Park und auch das war wieder eine sehr gute Entscheidung, denn der Platz selbst ist schön und ordentlich, es gibt die Möglichkeit sein Auto dort zu waschen, es gibt freies unbegrenztes Wifi, eine Gemeinschaftsküche mit TV-Lounge, schöne Waschräume und sogar einen gratis Spa und Saunabereich für nur 25NZD/Nacht ohne Strom, aber auch dort kann man seine technischen Geräte aufladen. Es liegt zwar etwas außerhalb vom Stadtkern, aber es ist immer noch alles gut zu Fuß zu erreichen. Der See ist nur 5 Minuten entfernt und lädt zum relaxen ein, ich hab mir dann auch doch glatt noch einen leichten Sonnenbrand eingefangen weil ich die Frühlingssonne etwas unterschätzt hatte und beim relaxen am Ufer eingeschlafen bin.

Ein weiteres Highlight war dann die Wanderung zum Roys Peak, nicht weit von Wanaka.
Der komplette Walk war 16 km lang und es ging 1578m hoch, das war für mich als Untrainierte mit einem recht niedrigen Fitnesslevel nicht einfach, es war ziemlich anstrengend. Aber an meiner Fitness arbeite ich ja schon
, es kann also nur besser werden. Ich hab wirklich unglaublich geschwitzt, aber der Weg an sich ist gut ausgebaut und super leicht zu Folgen, wenn es dann Richtung Spitze geht wird der Weg unebener und kann auch mit Schnee bedeckt sein, aber alles machbar, da gibts wirklich schlimmere Wanderwege. Außerdem wird man am Ende super belohnt, die 360 Grad Aussicht ist unbeschreiblich toll, es hat sich also definitiv gelohnt.
Glücklicherweise musste ich auch nicht alleine dort hochlaufen, ich hatte nämlich im Holidaypark ein super nettes Pärchen kennengelernt und mit denen bin ich dann zusammen gewandert und das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben dann unterwegs noch ein paar andere Leute kennengelernt und insgesamt war das ein sehr gelungener Tag. Den Abend habe ich dann doch im Sparbereich ausklingen lassen, was nach dem anstrengenden Walk sehr zur Entspannung beitrug.

So, zusammenfassend kann ich nur sagen dass ich eine hammer geile Woche hatte und das schreit definitiv nach einer Wiederholung! ![]()
